Matthias K. Ehrenfried
Hat das Haus gekauft, als es noch Mosterei war. Kümmert sich um die Bau- und Genehmigungsthemen und sitzt heute noch jeden Dienstag in der Küche, weil das Kochen sein eigentliches Handwerk ist.
Über uns
Fenurim ist ein inhabergeführtes Hotel in Walldorf, 1998 aus einer stillgelegten Mosterei entstanden. Wir vermieten 54 Zimmer, acht Tagungsräume und einen Festsaal für 180 Gäste. Die Küche kocht im Haus, die Planung macht jemand, den Sie am Telefon erreichen.
Anfang
1996 hat Matthias Ehrenfried die alte Obstmosterei an der Dietmar-Hopp-Allee gekauft. Das Gebäude war seit vier Jahren leer, im Keller standen noch Fässer, im Obergeschoss war eine Wohnung mit Ofenheizung. Ursprünglich sollte dort nur eine kleine Pension mit acht Zimmern entstehen, weil in Walldorf damals kaum Übernachtungsplätze für die wachsende Softwarebranche zu finden waren.
Beim Umbau stellte sich heraus, dass die Halle im Erdgeschoss eine Traglast hatte, die einen Saal zuließ. Aus der Pension wurden 1998 ein Hotel mit 22 Zimmern und ein Festsaal. Die alte Presse steht heute im Foyer, sie funktioniert noch, wir benutzen sie ein- bis zweimal im Jahr für Apfelsaft zum Frühstück.
Zwei Anbauten kamen dazu: 2006 der Tagungsflügel, weil Firmen aus der Region regelmäßig nach Räumen fragten, und 2019 der Gartenflügel mit zwölf zusätzlichen Zimmern. Der Rest des Hauses ist im Kern der von 1998 geblieben.
1996 Gebäude gekauft, 1998 eröffnet
2006 Tagungsflügel angebaut
2019 Gartenflügel mit zwölf Zimmern
Werte
Wir haben uns oft gefragt, was uns von den größeren Häusern in der Region unterscheidet. Es sind am Ende drei Punkte geblieben, die in jeder Planungssitzung wieder auftauchen.
Wer eine Hochzeit oder Tagung plant, spricht während der gesamten Vorbereitung mit derselben Person. Kein Wechsel nach der Buchung, keine Warteschleife, kein Kontaktformular, das drei Tage unbearbeitet bleibt.
Metzgerei in Sandhausen, Gemüsehof in St. Leon-Rot, Bäcker zwei Straßen weiter. Wir kaufen nicht alles regional, aber das, was den größten Unterschied auf dem Teller macht.
Kein Korkgeld, das erst am Rechnungsabend auftaucht. Kein Aufschlag für Bestuhlung. Wenn wir etwas zusätzlich brauchen, steht es vor der Buchung im Angebot und nicht danach auf dem Zettel.
Team
Wir sind 38 Leute, davon sechs seit der Eröffnung. Die meisten kommen aus Walldorf, Wiesloch oder St. Leon, was praktisch ist, wenn am Hochzeitstag um 23 Uhr noch jemand für einen Technik-Einsatz erreichbar sein muss.
Hat das Haus gekauft, als es noch Mosterei war. Kümmert sich um die Bau- und Genehmigungsthemen und sitzt heute noch jeden Dienstag in der Küche, weil das Kochen sein eigentliches Handwerk ist.
Seit 2004 im Haus, seit 2012 Hotelleitung. Sie führt die Belegungspläne, an denen sich alle anderen orientieren, und ist die Person, die am Samstagmorgen entscheidet, wo das Buffet hingestellt wird.
Seit 2009 im Haus, davon sechs Jahre als stellvertretender Küchenchef. Hat die Menüs umgebaut, seit er die Leitung hat: mehr Gemüse vom Hof, weniger Versprechen auf der Karte, ehrlichere Portionen.
Plant Hochzeiten und Tagungen seit 2016. Führt die Ablaufpläne, an denen sich das ganze Team am Veranstaltungstag entlanghangelt, und kennt die Namen der Stamm-DJs aus der Region.
Und die anderen 34: Rezeption, Housekeeping, Küche, Service, Technik, Verwaltung. Wer nicht im Bild steht, hat oft den längeren Tag. Wenn Sie sich melden, antwortet Ihnen zuerst jemand aus diesem Team, nicht die Geschäftsführung.
Zahlen
Werte, die wir jährlich aus der Buchhaltung und den Belegungsplänen ziehen. Nichts davon ist ein Marketing-Wunsch, alles lässt sich nachprüfen.
Zwischen 2019 und 2023 haben wir rund 2,1 Millionen Euro in Fenster, Heizung und die Dächer der beiden Flügel gesteckt. Das sieht man auf keinem Foto, aber man merkt es daran, wie leise die Zimmer sind.
Von den Tagungskunden aus 2015 buchen 62 Prozent heute noch bei uns. Wir schreiben das nicht der Location zu, sondern der Tatsache, dass dieselben Leute am Telefon sind.
Wir hatten 2014 ein Angebot für einen Neubau am Ortsrand. Haben abgelehnt, weil der Innenhof mit der Platane der eigentliche Grund ist, warum Gäste wiederkommen.
Projekte
Keine Referenzliste mit Logos, dafür drei Beispiele, bei denen sich zeigt, wie die Zusammenarbeit bei uns abläuft. Namen von Firmen nennen wir nur, wenn es abgesprochen ist.
Zwei Familien aus Wiesloch, die zum ersten Mal gemeinsam feierten. Die Trauung stand im Hof, das Abendessen im Saal, der Wetterwechsel am Nachmittag hat uns elf Minuten gekostet. Danach lief alles nach Plan, inklusive der Shuttle-Fahrten zu den Hotels der Gäste, die nicht bei uns übernachteten.
Ein Softwareunternehmen aus der Region hatte zehn Leute remote und 32 im Raum. Wir haben die Leitung vorher durchgemessen, was sich gelohnt hat: am ersten Tag musste das Mikrofon getauscht werden, weil die Batterie warnend blinkte. Kein Ausfall, nur ein kurzer Wechsel in der ersten Pause.
Der Kunde wollte eine kurze Rede, ein Buffet und ansonsten nichts. Wir haben einen Aufbau vorgeschlagen, bei dem die alten Fotos aus den Anfangsjahren auf zwei Leinwänden liefen, während die Leute aßen. Der Abend lief länger als geplant, was keine Beschwerde war.
Philosophie
Als Hotel in einer vergleichsweise kleinen Stadt hängt alles davon ab, dass Leute weiterempfehlen. Wir haben 2008 versucht, mit einer zweiten Location in Heidelberg zu wachsen, sind nach zwei Jahren wieder ausgestiegen. Das Ergebnis war eine Lehre: Solange wir uns an einem Ort kümmern, bleibt die Qualität. Zwei Häuser gleichzeitig konnten wir nicht mit derselben Aufmerksamkeit führen.
Seitdem achten wir stärker darauf, was tatsächlich gefragt ist. Es gibt bei uns keine Wellnessterrasse, keinen Rooftop-Pool und keinen Concierge-Service, weil sich das in Walldorf niemand gewünscht hat. Was es gibt: einen Festsaal, der wirklich funktioniert, eine Küche, die im Haus kocht, und Ansprechpartner, die am Veranstaltungstag neben Ihnen stehen.
Das klingt nach weniger, als es ist. Für die Familien, die hier geheiratet haben, für die Firmen, die seit Jahren ihre Tagungen buchen, reicht es genau so.
Sprechen Sie mit uns
„Wir sind kein Konzern und wollen auch keiner werden. Die Frau, die Ihre Hochzeit plant, ist dieselbe, die am Abend neben Ihnen steht, wenn die Tanzfläche zu klein ist."
Claudia Wengert, Hotelleitung
Kontakt
Die meisten Entscheidungen fallen beim Betreten eines Saals, nicht am Telefon. Rufen Sie kurz vorher an, dann wissen wir, wann Sie da sind, und können Ihnen Saal, Zimmer und Küche zeigen. Auch am Wochenende, weil da meistens eine Veranstaltung läuft und Sie sehen, wie es wirklich aussieht.
Wir zeigen das Haus normalerweise zwischen 10 und 16 Uhr, am Wochenende nach Absprache. Wenn Sie nur eine halbe Stunde Zeit haben, schauen wir den Saal an und sparen die Zimmer aus, falls nichts anliegt. Details zur Verarbeitung Ihrer Angaben stehen in der Datenschutzerklärung.
Anfahrt und KontaktformularVom Bahnhof Wiesloch-Walldorf sind es acht Minuten mit dem Taxi. 90 Stellplätze direkt am Haus, vier mit Ladeanschluss. Der Bus der Linie 758 hält zwei Minuten fußläufig, fährt aber nur bis etwa 21 Uhr.